"Singen ist Herzenssache" - Die Kampagne

von Karl-Josef Thielen


Warum überhaupt eine Kampagne?
"Plakate, was soll das bringen? Das bringt uns auch keine neuen Mitglieder! Das Geld hätten wir doch lieber in die Jugendarbeit gesteckt!" So, oder anders könnte gegen die geplante Kampagne "Singen ist Herzenssache" gewettert werden. Nun, wer so denkt, der kann an dieser Stelle aufhören zu lesen. Denn: Er hat Recht. Ihm, und wenn sein Chor diese Meinung mitträgt, auch dem Chor wird diese Kampagne nichts bringen. Kampagnen setzen nämlich voraus, dass diejenigen, die sie durchführen, sich damit identifizieren: In unserem Fall die Chöre im Erzbistum Köln.

Kampagnen verfolgen immer ein konkretes Ziel: In unserem Fall ist es die gezielte Suche nach neuen Mitgliedern. Und genau hier setzt unsere Kampagne an. Werben heißt immer kommunizieren. Seit Watzlawick wissen wir, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Wer also meint, dass Öffentlichkeitsarbeit für Kirchenchöre keine Not tut, der irrt. Ein Chor, der sich nicht mitteilt, wird als ein Chor wahrgenommen, der sich nicht mitteilen will. Vereinsmeierei und eine eingeschworene Gemeinschaft sind das wahrgenommene Ergebnis. Bewusst möchte das doch keiner. Unser Bestreben ist es, den Chören mit der Kampagne ein Instrument der Kommunikation an die Hand zu geben, das bei der gezielten Suche nach neuen Mitgliedern helfen kann und der eigenen Öffentlichkeitsarbeit einen Schub gibt.

Was kann die Kampagne leisten?
Plakate und Internet: Diese beiden Mittel der Kommunikation sollen die Suche nach neuen Mitgliedern unterstützen. Die Plakate haben die Funktion aufzufallen und eine Botschaft zu vermitteln. Die Motive sind eher ungewöhnlich und werden von den meisten in Verbindung mit ihrem Chor eher nicht vermutet. Aber genau das weckt das Interesse und ermöglicht einen neuen Blick auf die Chöre. Dieser neue Blick wird darüber hinaus über die parallele Internetplattform verstärkt. Die Möglichkeit, die Plakatmotive als eCards online zu versenden ist auch für einen Kirchenchor eher ungewöhnlich. Zusammenfassend können wir festhalten: "Singen ist Herzenssache" ist der Versuch, einem gewöhnlichen Anliegen eher ungewöhnlich zu begegnen.

Was ist die Botschaft der Kampagne?
Menschen singen spontan. Sie singen gerne, wenn sie ihren Gefühlen - zusätzlich zur Sprache - freien Lauf lassen. Wenn Menschen spontan singen, brauchen sie keinen festen Rahmen dafür. Berühmtestes Beispiel ist der Gesang unter der Dusche oder in der Badewanne. Er ist spontan, kommt aus eine Laune heraus und drückt eine Gefühlslage aus, bei der das Singen die Gefühle unterstützt. Die Kampagne greift diese Grundmuster auf und erzeugt somit eine positive Grundhaltung zum Singen. Der Slogan: "Singen ist Herzenssache" bildet darüber hinaus die Brücke, Bildmotiv, eigene Gefühlswelt und die Kampagne miteinander zu verbinden.

Wie ist die Kampagne aufgebaut?
Es gibt zwei Plakatvarianten: Zum einen drei verschiedene große Motivplakate (DIN A1), die die Botschaft der Kampagne transportieren. Zum anderen Eindruckplakate (DIN A3), die ebenfalls ein Motiv aufgreifend darüber hinaus die Möglichkeit bieten, in einer freien Transparenzfläche eigene Veranstaltung hineinzukopieren. Eine kostengünstige Variante für die Chöre, die Plakat-Botschaften und eigene Gesangauftritte miteinander zu verbinden.
Die Kampagne hat als tragendes und über die begrenzte Posterkommunikation hinausführendes Element diese Internetseite. Geplant ist es, eine Plattform für die interne Kommunikation der Chöre untereinander als auch für die externe Kommunikation mit der erweiterten Zielgruppe online anzubieten. Jeder Chor hätte ferner die Möglichkeit, sich von der Kampagnenseite aus verlinken zu lassen. "Singen ist Herzenssache" könnte als Onlineportal für die Chöre im Erzbistum Köln dienen. Das Logo "Singen ist Herzenssache" dient der Identifikation mit der Kampagne: es greift das Motto auf und transportiert grafisch die Kernbotschaft.