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Freie Fahrt für Freiwillige in NRW
27.07.2017 - Der Sprechendenrat NRW - Freiwilligendienste Kultur und Bildung hat eine Petition zur Einführung eines Freiwilligentickets in Nordrhein-Westfalen gestartet.
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30.05.2017 - Bewerbungen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) mit Beginn im Herbst sind ab sofort möglich.
AzubiTicket der VRS
05.04.2017 - Ab dem 1. August bietet der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) das so genannte AzubiTicket an. Dieses Ticket, das dem Jobticket angeglichen ist, können auch FSJ-ler/-innen und BFD-ler/-innen erwerben, die einen zwölfmonatigen Dienst absolvieren.
Poetry-Slam FSJ
10.03.2017 - Die FSJ-lerin Jana Schick war von ihrem Freiwilligendienst so begeistert, dass sie ihre Erfahrungen in einem Poetry-Slam verarbeitet hat.

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Seminarbericht hellgelb 12/13

Auffallende Nettigkeiten

Ausgesprochen höflich ging es auf dem zweiten Seminar der Gruppe hellgelb zu

 

Zahl… Zahl… Zahl… Zahl… Zahl… Kopf! Plötzlich kommt Bewegung in die Gruppe. Hände werden gedrückt. Dann springen die vorderen beiden von ihrem Stuhl, werfen sich auf den Boden und greifen nach der Klebebandrolle. Geschafft! Die Gruppe des Siegers steht auf und alle rücken einen Stuhl weiter. Dann wird wieder die Münze geworfen.

 

Nachdem wir dank diesem, von Teilnehmern angeleiteten Warm-Up alle so weit wach sind, kann die Seminareinheit beginnen. Berufsorientierung steht auf dem Plan. Natürlich könnte man dieses Thema wie in der Schule mit einem stundenlangen Vortrag gestalten, aber unsere Teamer haben sich für uns etwas anderes ausgedacht.

 

In spielerisch verpackten Einheiten versuchen wir herauszufinden, was uns an einem Beruf besonders wichtig ist (ob z.B. Geld oder der soziale Gedanke) und ordnen uns selbst und anderen verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten zu. In Kleingruppen besprechen wir unsere Ergebnisse, schätzen uns gegenseitig ein und geben uns Feedback. Eine wertvolle Zeit, um sich selbst noch ein bisschen besser kennenzulernen und mit anderen Gedanken über die eigene Zukunft nachzudenken. In der Mittagspause bieten uns die Teamer Einzelgespräche an, um uns eine Rückmeldung über unsere Wirkung in der Gruppe zu geben und konkret mit uns über unsere Zukunftsvorstellungen ins Gespräch zu kommen.

 

Während der ganzen Woche kommt es immer wieder zu auffallenden Nettigkeiten. Unser Wochenspiel führt dazu, dass man beim Essen nur noch selten das eigene Geschirr wegbringen darf, sich noch seltener selbst Wasser einschenken kann, man Türen häufig aufgehalten bekommt und alle ausgesprochen höflich zueinander sind. Am Anfang der Woche hat jeder von uns einen „heimlichen Freund“ gezogen und muss im Laufe des Seminars zu dieser Person besonders freundlich sein. Dies soll aber so erfolgen, dass es der Person nicht auf Anhieb klar ist, wer der heimliche Freund ist, es bei der Auflösung am Freitag jedoch ahnen können muss. Und wie könnte man es besser verstecken, als zu allen anderen auch sehr freundlich zu sein? Auch wenn man sich so hin und wieder ein wenig auf den Arm genommen vorkommt, sorgt es doch für eine sehr fröhliche Grundstimmung.

 

In Mittagspausen und abends nach der letzten Einheit haben wir Freizeit. Genug, um sich besser kennen zu lernen. Zum Glück sind wir die einzige Gruppe im Haus und brauchen deswegen keine Rücksicht auf andere außerhalb der Gruppe zu nehmen. Wir können uns frei im ganzen Haus bewegen und können bis spät in die Nacht kickern, Billard spielen, Musik hören oder uns zum Werwolf spielen treffen. Auch die Teamer mischen sich immer wieder unter uns Teilnehmer und verbringen in lockerer und fröhlicher Runde viel Zeit mit uns.

 

Am Freitag haben wir wie bei jedem Seminar zum Abschluss der gemeinsamen Zeit eine Stunde der Besinnung, die wir als Gruppe selbst vorbereiten dürfen.

 

Als wir alle nach einer vollen Woche mit kurzen Nächten im Raum verteilt auf Decken liegen, bekommt das Hörbuch einen besonderen Reiz. Spontan beschließen wir, dass man ja die geplanten Spiele und Weihnachtslieder auch einfach damit ersetzen könnte, gemütlich liegen zu bleiben und weiter zuzuhören. Immerhin ein paar der lustigen Kurzgeschichten konnten wir noch rausschlagen, bevor wir doch unseren Plan weiter umsetzen mussten.

 

Nach einer Feedbackrunde und der Sammlung neuer Themenwünsche für das nächste Seminar, ist Zeit zum Aufbruch. Man hört viele gute Wünsche, während wir uns umarmen und herzlich verabschieden. Schon voller Erwartung freuen wir uns auf die Woche, in der wir uns wiedersehen.

 

Ruth Brinkmann