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Was macht die KED für uns in diesen unruhigen Zeiten?
Ein Brief an die Eltern von Andrea Honecker und Andrea Happe-Winter
Aktuelle Stellungnahme / Brief der KED in NRW
ans Ministerium zum Abitur in Corona-Zeiten
Pressemitteilung des KED Bundesverbandes vom 26. März 2020
Katholische Elternschaft begrüßt Entscheidung der KMK zum Abitur 2020
Covid-19: Brief der Vorsitzenden Andrea Honecker an die Eltern
Wie geht es Ihnen mit dem Ausfall von Schule und Kita wegen Corona?

Aktuelle Stellungnahme / Brief der KED in NRW

Stellungnahme/Brief der KED in NRW ans Ministerium zum Abitur in Corona-Zeiten


Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer, sehr geehrter Herr Staatssekretär, sehr geehrter Herr Dr. Schrapper,

 

in diesen Tagen erreichen uns viele Fragen und Sorgen der Eltern unserer Mitgliedsschulen hinsichtlich des diesjährigen Abiturs. Die Schülerinnen und Schüler befinden sich zurzeit in der Phase der intensivsten Vorbereitung auf die Prüfungen, auf die sie seit Jahren hingearbeitet haben.


Dabei äußern Eltern und Schüler*innen große Befürchtungen über die Durchführbarkeit und Bewertung des diesjährigen Abiturs, das sie befähigen soll, sich für einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu bewerben. Im Sinne einer möglichst hohen Vergleichbarkeit und aus Gründen der Fairness halten wir es für dringend geboten, die Abiturklausuren auch unter den schwierigen Bedingungen der derzeitigen Krise durchzuführen. Die KED in NRW unterstützt daher das Vorhaben des Ministeriums für Schule und Bildung, an der Durchführung der Abiturprüfungen festzuhalten.


Eine Absage der Abiturprüfungen sollte nur aus absolut zwingenden epidemiebedingten Gründen erfolgen. Diese Entscheidung muss jedoch über Ländergrenzen hinaus abgestimmt werden, denn auch das diesjährige Abitur der NRW Schüler*innen muss bundesweit anerkannt werden. Die Vergleichbarkeit der Zeugnisse der Abiturient*innen aus NRW mit denen anderer Bundesländer und anderer Jahrgänge muss gewährleistet sein. Für eine endgültige Entscheidung bzgl. der diesjährigen Abiturprüfungen ist es jetzt aus unserer Sicht noch zu früh, denn erst in einigen Wochen wird sich zeigen, wie die Maßnahmen der Bekämpfung der Pandemie wirken, und in welchem Zeitrahmen die Rückkehr in einen geregelten Schulbetrieb möglich sein wird.


Es besteht zudem die Sorge, auf welche Weise aus den Noten der Qualifikation eine Abitur-Note errechnet werden soll: Aus gutem Grund wählen Schüler*innen ihre Abiturfächer, in denen sie sich dann besonders engagieren. Sie bestimmen diese auch in Abhängigkeit davon, ob sie in diesem Fächern schriftlich oder mündlich bessere Leistungen erbringen können. Sollte also tatsächlich aus den Vornoten eine Abitur-Note errechnet werden (müssen), so bitten wir dringend, dem Rechnung zu tragen: zum einen dadurch, dass die vier Abiturfächer stärker gewichtet werden. Zum anderen wäre eine Möglichkeit, die Note für die schriftlichen Prüfungsfächer aus den Klausuren dieser Fächer zu errechnen, die Note für das mündliche Prüfungsfach aus den mündlichen Noten dieses Fachs. Dieses Vorgehen erscheint gerechter und den Wahlmöglichkeiten der Schüler*innen angemessener zu sein, als den Durchschnitt über alle Fächer zu bilden.


Die Hoffnung, dass auch in diesem Jahr die Abnahme der Abiturprüfungen möglich sein wird, verbinden wir mit der Bitte, die Schulen zeitnah ebenfalls mit Informationen zum Umgang mit denjenigen Schüler*innen zu unterstützen, die sich zurzeit in der Qualifikationsphase befinden. Der Ausfall des Quartals und der zu erbringenden Leistungen hat Auswirkungen auf ihre Schullaufbahn und die Vorbereitung auf das Abitur, die bei den weiteren Planungen der zukünftigen Prüfungen berücksichtigt werden sollten. Hier gilt es vor allem, durch gute Information und Unterstützung der Schulen Ängste und Befürchtungen abzubauen.


Mit freundlichen Grüßen
Andrea Honecker
Vorsitzende

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