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Fridays For Future

02.05.19 16:33
Eva Weingärtner

Die KED in NRW begrüßt das politische Engagement der Schülerinnen und Schüler, die seit Wochen jeden Freitag auf der Straße mit der Aktion „Fridays For Future“ demonstrieren und eine radikalere Klimaschutzpolitik fordern. Erst am vergangenen Freitag beteiligten sich rund 20000 Schülerinnen und Schüler in NRW an den Protesten.

„Junge Menschen werden politisch, fördern aktiv die Demokratie und engagieren sich für einen wirksamen Klimaschutz für ihre Zukunft und die der nachfolgenden Generationen“, sagt Andrea Honecker, Vorsitzende der KED in NRW. Das sei ein universelles gutes Ziel und positiv zu bewerten. Die Jugend zeige damit Schöpfungsverantwortung und handele ganz im Sinne der katholischen Kirche, die zu einem stärkeren Engagement für die Bewahrung der Schöpfung aufgerufen und eine generationsübergreifende Verantwortung angemahnt hat. Auch Papst Franziskus stehe hinter dem Schülerprotest.

„Wir verstehen auch, dass die Demonstrationen am Freitagvormittag während der Schulzeiten Teil des Konzeptes der Schülerinnen und Schüler sind, um durch diese Provokation mehr Aufmerksamkeit und ein größeres Medienecho zu erhalten“, so Honecker. Die Jugend sei bereit für ihre Meinung auf die Straße zu gehen und gegen Regeln wie „die Schulpflicht“ zu verstoßen im Bewusstsein, dass jeder von ihnen mit Konsequenzen zu rechnen hat.

Es gehe jedoch nicht, dass Schüler für die Demonstrationen teilweise wöchentlich freitags dem Unterricht fernbleiben. Dies müssten auch die jungen Menschen erkennen. „Gerade, weil die Schulen vielfach von Unterrichtsausfall betroffen sind.“ Die regelmäßige Nichtteilnahme vieler Schüler führe mancherorts dazu, dass Unterricht nicht mehr stattfinden könne. Deshalb halte die KED in NRW es für sinnvoll, die Proteste außerhalb der Unterrichtszeit am Freitagnachmittag oder Samstag durchzuführen. „Die öffentliche Aufmerksamkeit ist den Schülern inzwischen gewiss“, betont Andrea Honecker. Ein entsprechendes Medienecho gebe es nun auch bei Demonstrationen außerhalb der Unterrichtszeiten. Es sei an der Zeit, das Engagement seitens der Schüler für den Klimaschutz in die Freizeit zu verlegen. „Klimaschutz bedeutet aber auch, das eigene Konsumverhalten einmal näher zu beleuchten“, betont Honecker.

Alle Menschen sollten sich fragen, ob zum Beispiel eine permanente Handynutzung, verbunden mit ständigem Aufladen, die häufigen Neuanschaffungen der Geräte oder auch der Kauf billiger Kleidung im Sinne der Schöpfungsverantwortung und damit des Klimaschutzes sind.