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Schulschließungen wegen der Corona-Krise

16.03.20 12:20
Eva Weingärtner

Die KED in NRW sieht mit Sorge, dass die Schulen in NRW wegen der Ausbreitung des Corona-Virus für die nächsten Wochen geschlossen bleiben werden, hält dies aber für einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Epidemie und zum Schutz der gesamten Bevölkerung.

Die Schließung stellt Eltern vor die organisatorische Frage, wie ihe Kinder betreut werden, wenn sie selbst ihrer Arbeit weiterhin nachgehen müssen. "Die meisten Eltern sind es gewohnt, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen hohen organisatorischen Aufwand zu betreiben. Auch im Alltag ist hier oft Flexibilität

gefragt, die nun sicherlich dazu beitragen wird, auch die nächsten Wochen zu meistern.", so Andrea Honecker, Vorsitzende der KED in NRW. Dabei dürfen sie jedoch nicht allein gelassen werden: kommunale Strukturen, Schulen und Träger der Nachmittagsbetreuungen sollten die Eltern bei der Vernetzung und der nun nötigen gegenseitigen Hilfe unterstützen, damit Kinder in möglichst kleinen Gruppen beaufsichtigt werden können. Denn die Schließung der Schulen bedeutet nicht, dass sich alle Kinder in Quarantäne befinden. Die Einstellung des Schulbetriebes darf insbesondere nicht dazu führen, dass Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen - insbesondere im Gesundheitswesen – arbeiten, wegen der Betreuung ihrer Kinder im Dienst ausfallen. Für diese Kinder soll muss in den Schulen während der gesamten Zeit des Unterrichtsausfalls ein entsprechendes Betreuungsangebot vorbereitet werden. Auch Arbeitgeber müssen ihren Beitrag dazu leisten, wie Beruf und Kinderbetreuung in dieser Ausnahmesituation zu vereinbaren sind.

Wichtig ist ebenfalls, dass die Schülerinnen und Schüler, die sich zur Zeit auf Abschlussprüfungen wie das Abitur vorbereiten, möglichst bald Sicherheit über die weiteren Abläufe erhalten. Hierzu müssen auch Absprachen mit den Universitäten und Ausbildungsbetrieben erfolgen, die die Bewerbungsfristen und den Beginn der Ausbildungsgänge nötigenfalls verschieben müssen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Corona-Krise uns alle die Wichtigkeit von Solidarität und gemeinsamem, entschlossenem Handeln lehrt."