KODA Spiegel 1/2016

Im vergangenen Herbst hatten die Gewerkschaften im öffentlichen
Dienst nach einem wochenlangen Streik die Aufwertungskampagne 
für den Sozialen Dienst mit weitreichenden ...

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Johannes Koop,
1. Vorsitzender
Telefon: 0176 / 78 01 08 06 -  E-Mail

 

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Stufenregelung für MitarbeiterInnen im Erzbistum Köln

Die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes und Verdi haben sich geeinigt. Da der Abschluss des öffentlichen Dienstes in der Regel auch für kirchliche MitarbeiterInnen übernommen wird, können sich alle KollegInnen und Kollegen über eine angemessene Anhebung ihrer Bezüge freuen.

 

Das Ergebnis ist auch deswegen so erfreulich, weil eine Praxis klargestellt wurde, die sowohl im öffentlichen Dienst als auch bei kirchlichen MitarbeiterInnen umstritten war. Es geht um die Stufenregelung im Fall einer Höhergruppierung.

 

KirchenmusikerInnen und Kirchenmusiker, die 2014 eine höhere Entgeltgruppe bekommen haben, wurden oftmals in eine niedrigere Entwicklungsstufe eingruppiert. Das war auch bei kommunalen Arbeitgebern gängige Praxis und ist nun gekippt!! Erhält jemand in Zukunft eine höhere Entgeltgruppe, bleibt die Stufe erhalten. Das ist eine erfreuliche Klarstellung, die nun von der Regionalkoda auch in das kirchliche Vergütungssystem übernommen werden sollte!

Höhergruppiert und kaum mehr dazu verdient?

Gibt es einen anderen Weg?

Viele KirchenmusikerInnen in unserem Erzbistum sind Ende 2014 rückwirkend zum 1.1.2014 in eine höhere Entgeltgruppe eingruppiert worden. So wurden die meisten Seelsorgebereichskirchenmusiker von EG 10 nach EG 11 höhergruppiert. Dabei bekamen viele eine neue Entwicklungsstufe/Erfahrungsstufe und alle wurden "grundständig" in diese Erfahrungsstufe eingeordnet. Das heißt, alle erworbenen Monate innerhalb einer Erfahrungsstufe gingen verloren und – falls jemand von einer höheren in eine tiefer Erfahrungsstufe zurückgestuft wurde – alle Jahre der höheren Erfahrungsstufe. Jeder beginnt in der neuen Erfahrungsstufe mit Monat 1.

 

Unsere KAVO (Kirchliche Arbeits- und Vergütungsordnung) sieht bei Höhergruppierungen ein technisches Verfahren vor, bei dem das „alte“ Gehalt derjenigen Erfahrungsstufe zugeordnet wird, die dem alten Gehalt am nächsten kommt. Ein bestimmter Betrag (der sogenannte „Garantiebetrag“) darf dabei nicht unterschritten werden.

Dieses technische Prozedere (siehe § 25 KAVO, einzusehen online und wurde für die Fälle geschaffen, bei dem der Stelleninhaber aufgrund der Übernahme von neuen Tätigkeiten in eine neue Entgeltgruppe eingruppiert wurde, z. B. dann wenn ein Seelsorgebereichskirchenmusiker Regionalkantor wird. Dieser kann bestimmte Erfahrungen seiner alten Tätigkeiten in die neuen einbringen, aber er muss eben auch neue Erfahrungen sammeln. Da mag diese Zurückstufung innerhalb der Erfahrungsstufen nachvollziehbar sein.

 

Bei der Höhergruppierung der Kirchenmusiker in 2014 liegt der Fall aber anders! Das Entgeltsystem wurde verändert, nicht aber die Tätigkeiten. Es wurden keine neuen Tätigkeiten übernommen. Nur die Bewertung der bestehenden Tätigkeiten hat sich geändert.

Und so meint der Vorstand vom VKK, dass in diesen Fällen die Erfahrungsstufe mitgenommen werden muss. Denn der Kirchenmusiker hat ja die Erfahrungen schon gesammelt, die er für die Tätigkeiten braucht. Und wir werden ja nach Erfahrung und Leistung bezahlt.

 

Was kann man tun? Jeder, der davon betroffen ist, kann seinem Dienstgeber mitteilen, dass er in seiner Erfahrungsstufe falsch eingruppiert wurde, dass die alte Stufe mitgenommen werden muss. Vermutlich wird der Dienstgeber (Pfarrer, Kirchenvorstand oder Kirchengemeindeverband) das ablehnen. In diesem Fall kann man den Schlichtungsausschuss anrufen und/oder vor ein ziviles Arbeitsgericht ziehen. Es gibt auch eine andere Möglichkeit …

Wer dazu nähere Informationen braucht, kann sich gerne bei mir melden: Johannes Koop, Tel.: 01 76 / 78 01 08 06, Email

 

Unser Tarifwerk richtet sich nach dem TVöD (Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst) auf kommunaler Ebene; das ist der TVöD-VKA. Der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst für den Bereich Bund (kurz TVöD-Bund) ist da schon viel weiter: Bei jeder Form von Höhergruppierung wird die erreichte Erfahrungsstufe mitgenommen und das seit 1.3.2014! Der TVöD-Bund hat diese Regelung geändert, um einen Anreiz zu schaffen, dass überhaupt noch höherwertigere Tätigkeiten übernommen werden. Der Druck auf die Kommunen, das zu übernehmen, wird immer größer. Das wird auch die Regional-Koda NW zu spüren bekommen!

 

Johannes Koop

Die Regional-Koda NW

Die arbeitsrechtlichen Dinge von MitarbeiterInnen der katholischen Kirche werden in paritätisch besetzten Kommissionen besprochen. Für die MitarbeiterInnen des Erzbistums Köln ist die Regional-Koda NW zuständig. Dieser Kommission gehören Mitglieder der Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn an. Die Mitglieder der Dienstnehmerseite werden von den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich des liturgischen Dienstes, der Verwaltung und der KiTas gewählt. Leider ist momentan kein Vertreter der Kirchenmusik mehr in dieser Kommission. Der VKK möchte aber seine Kontakte nutzen, um trotzdem das eine oder andere kirchenmusikalische Thema in die KODA-NW einzubringen. Vielleicht lassen sich bei der nächsten Wahl genügend Kollegen motivieren, einen Kirchenmusiker in diese wichtige Kommission zu entsenden.

 

Wir werden, Themen, die aktuell sind, mit den Kolleginnen und Kollegen zu beraten und in die KODA einbringen!

 

Die Internetseite der Regionalkoda-NW findet man über diese Adresse.