Kontakt zum Verband

Johannes Koop,
1. Vorsitzender
Telefon: 0176 / 78 01 08 06 -  E-Mail

 

Bundesverband der Kirchenmusiker Deutschlands

Im BKKD engagieren sich 12 Diözesanverbände für die Interessen der KirchenmusikerInnen und Kirchenmusiker.

 

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Das war die BUKO 2019

Die Bundeskonferenz der Kirchenmusikverbände tagte in Köln

Wie in jedem Jahr am 3. Fastensonntag tagt der BKKD zur Bundeskonferenz mit seinen 11 Diözesanverbänden. In diesem Jahr war der Kölner Diözesanverband VKK Ausrichter und lud nach Köln ein.
Neben einem sehr interessanten und sehr gut organisierten Rahmenprogramm (Dom-Orgelführung bis aufs Dach, Museum KOLUMBA und Vorführung der neuen Orgel in St. Antonius, Düsseldorf-Oberkassel durch den Kollegen M. Hinz) gab es wieder eine ausgiebige Tagesordnung.
Nach den Berichten des Vorstandes des BKKD durch seinen noch neuen 1. Vorsitzenden RK Dieter Leibold, standen folgende Punkte auf der TOP-Liste:
- Prävention und Verhaltenskodex für Kirchenmusiker
- Datenschutzgrundverordnung
- Ökumenischer Kirchentag 2021 in Frankfurt
- Berichte aus den Verbänden
 
Ein großer Themenblock mit intensivem Austausch war der TOP „Zukunft des Kirchenmusikberufs“. Dazu waren zwei Gastredner geladen: EDKMD Prof. Richard Mailänder, Köln und Dr. Georg Plank aus Graz, der Gründer der Initiative „Pastoralinnovation“. (www.pastoralinnovation.at)
 
Prof. Mailänder referierte über die Situation für uns Kirchenmusiker, die ähnlich prekär werden wird, wie der derzeitige Mangel an Priestern. Insbesondere wenn 2025 die große Verrentungswelle kommen wird. Es werden viele Stellen nicht mehr zu besetzen sein.
Wir haben über mögliche Szenarien diskutiert, um den Beruf als solchen wieder attraktiv zu machen: dazu gehören familienfreundlichere Arbeitszeiten, gerechtere Entlohnung, Anstellung beim Bistum, Ausbildung und Weiterbildung im Bereich Popularmusik,...
Dr. Plank machte Mut, im pastoralen Sinne mehr „Ermöglicher“ zu sein bzw. zu werden, als selbst immer nur der „Macher“ zu sein. Ein Kirchenmusiker kann nicht alles können und muss es auch nicht! Aber er sollte als Vermittler und Multiplikator agieren, um die Bedürfnisse in den Gemeinden decken zu können.
 
Aus den Berichten der Verbände war rauszuhören, wie schwierig es häufig mit der kirchlichen Obrigkeit ist: sei es der oft unüberschaubarer Bürokratismus zwischen Pfarre, Bistum und Rendanturen oder aber auch einfach die nicht immer selbstverständliche  Mitarbeit im Pastoralteam vor Ort. Nicht selten wird im Pastoralteam weiterhin eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zwischen pastoralen Diensten und sog. „Folgediensten“ gepflegt, was häufig destruktiv für die gemeindliche Arbeit ist.
In den Bistümern, wo es einen sogenannten „pastoralen Zukunfstweg“ gibt, ist es leider häufig so, dass die Gremien auf diözesaner Ebene ohne Kirchenmusiker besetzt sind. Ein Missstand, der nur schwer zu verstehen scheint. Die Verbände werden aber auch weiterhin ihre Themen ansprechen.
 
Die nächste Bundeskonferenz ist vom 14.-16. März 2020 in Nürnberg.
 
Markus Lienstromberg