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11.05.2020

Wir sind doch keine Schauspieler!

Kirche und Corona

Wilfried Kaets berichtet:

 

„Wir sind doch keine Schauspieler oder Filmtechniker, da können wir nichts machen“ - diese Aussage begegnet mir seit Beginn der sogenannten Corona-Krise immer wieder von Kollegen aus dem seelsorgerlichen oder kirchenmusikalischen Bereich.
Und beim intensiven Surfen durch die vorhandenen Angebote im Erzbistum konnte (oder muss) festgehalten werden, dass es nicht wenige Akzente gab/gibt, die nur mit viel lokalpatriotischem Zuspruch als „wenigstens gut gemeint“ betrachtet werden müssen. Und zwar nicht nur aus technischer Hinsicht….
Dennoch stellt sich für jede Gemeinde und für jeden Gemeindemitarbeiter die wichtige Frage, ob und wie wir jetzt etwas anbieten können, um mit den Menschen heute und auch später in Verbindung zu bleiben ?!


In unserer Kölner Lokalgemeinde BIOS haben wir seitdem sehr viel experimentiert, von ausgesprochen schlichten Anfängen mit drei ineinander geschachtelten Handy-Übertragungsnetzen..  immerhin bis zur Osternachtfeier online um 05.00 Uhr morgens (mit erstaunlich über 50 Dauerteilnehmern), wo sogar "die Dunkelheit" überzeugend ausgeleuchtet werden konnte. Immer mit einem engagierten Team um Gemeinderefent Stephan Matthey und SBM Thomas Roß von Ehrenamtlern vor allem aus Jugendchor und den Technikern unserer Jugendband sowie Eltern des Familienmesskreises.


Seit Beginn der Beschränkungen gibt es nun jeden Sonntag um 10 Uhr den Livestream eines Wortgottesdienstes mit der Zielrichtung „Familie“. Die vorlaufenden Planungen übrigens reichen bis in den Winter diesen Jahres...
Allerdings haben wir dafür auch massiv technisch aufgerüstet, Geld für Technik und Material in die Hand genommen und eine unserer Kirchen (St. Dreikönigen Bickendorf) dafür ziemlich fest eingerichtet und verkabelt mit diversen Arbeitstischen für Tonmischung, Computerbearbeitung, Bildmischung, Kamerakran, Rollstativ usw.; alles fein mit Plexiglasscheiben getrennt versteht sich.


Unser Ziel war, eine internetaffine liturgische Form zu entwickeln in Bild, Dramaturgie, Musik und Text usw. So gibt es beispielsweise immer diverse interaktive Möglichkeiten, für die Onlineteilnehmer, sich live zu beteiligen via SMS, Whatsapp, Chat usw.  Oder es werden Angebote formuliert, sich im Nachgang daheim mit seiner Familie mit den zentralen Tehmen weiter zu beschäftigen und die Ergebnisse zu teilen, seien es gemalte Bilder, Fotos oder kleine Videosequenzen. Was wir nicht wollen, ist „einfach nur Eucharistie abzufilmen“, denn das gibt es seit vielen Jahren in Funk und Fernsehen deutschland- wie weltweit viel professioneller.


Darüber hinaus werden auf dem Kanal der Gemeinde: https://www.youtube.com/channel/UCNWlhH-OpNW8m9_dRiVhYMg/videos
neben den Liturgiestreams regelmäßig kurze Clips unter dem Motto  „Impuls und Musik aus der Rochuskirche“ onlinegestellt, um so auch kulturell mit den Menschen in Verbindung zu bleiben.
Dafür wurden mit mehreren freien, im Umfeld wohnenden oder uns musikalisch verbundenen freien Künstlern, denen es derzeit finanziell extrem schlecht geht, gegen Honorar (das war im übrigen ein wesentliches Movens dieser Aktion) Aufnahmen gemacht in der Rochuskirche.
Ein Beispiel mit dem irakischen Djoze-Virtuosen Bassem Hawar: https://www.youtube.com/watch?v=dNPz41K3mwk&t=20s


Neu sind Versuche mit experimentellen Formen.
Hier ein Beispiel mit einer Videoklangkunstperformance: Zeitspuren - eine Meditation: https://www.youtube.com/watch?v=EurZCq_nfzs&t=23s


In Vorbereitung ist  ein weiteres Livestreamingangebot: „Konzert und Gespräch“, wo wir live einzelne Künstler/Gäste einladen, die dann solistisch oder begleitet, ein Programm präsentieren und dazwischen von einem Moderator talkmäßig über Musik, Leben, Ideen, Pläne… befragt werden incl. der Möglichkeit, dass die InternetteilnehmerInnen via SMS, Chat, Voicemail usw. direkt Fragen an den Gast stellen können.