m17_Altenberg Charlie1965nrw

26. Altenberger Forum »Kirche und Politik« (2021)
»Einsamkeit – Ich, allein zu Haus«

Der Ökumeneausschuss des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Landrat luden 2021 ein zum 26. Altenberger Forum, diesmal zur Thematik »Einsamkeit«. In Deutschland sagen fast 15 Millionen Menschen, dass sie sich einsam fühlen. Unabhängig von der Pandemie der letzten Monate sind soziale Isolation und Phänomene von Einsamkeit, die auch durch die fortschreitende Digitalisierung entstehen, immer markanter und generationsübergreifender geworden. Nach dem Ökumenischen Gottesdienst im Altenberger Dom fand eine spannende Podiumsdiskussion im benachbarten Martin-Luther-Haus statt. Welche psychischen Formen von Einsamkeit gibt es heute? Welche gesellschaftlichen Faktoren spielen eine Rolle? Wie gehen wir als Gesellschaft und als Kirche damit um? Interessante Einblicke und Sichtweisen wurden ausgetauscht. Als Gäste nahmen teil: die Politikerin und Buchautorin Diana Kinnert (»Die neue Einsamkeit«), der Psychotherapeut und Psychoanalytiker Dr. Dieter Funke, Dr. Dorit Felsch (Leiterin der Evangelischen Telefonseelsorge Köln) und der Journalist Egon Koch (»Einsamkeit – Leben mit einem Stigma«). Es moderierte die Journalistin Melanie Wielens. Die Diskussionsrunde ist bei YouTube abrufbar. Direkt-Link: https://youtu.be/Zd2Z7KvtZnc

 

25. Altenberger Forum »Kirche und Politik« (2020)
»Demokratie in Gefahr?«

2020 fand das 25. Altenberger Forum statt. Im Jubiläumsjahr wagte sich die Gesprächsrunde von Kirche und Politik an die elementare Frage: Ist die Demokratie in Gefahr? Anlässe zur Sorge sind gegeben: Der Anschlag auf die Synagoge in Halle, die Ermordung von Walter Lübcke, Angriffe rechtspopulistischer Parteien auf die Religionsfreiheit bedrohen islamische Gemeinden, der Antisemitismus ist ein europäisches Phänomen – auch mitten in der Gesellschaft. Wie können Kirche und Politik auf diesen Stresstest reagieren und agieren? Perspektivenreich und tiefgründig diskutierten hierzu der Katholik und Bundestagspräsident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert, die muslimische Theologin und Religionspädagogin Rabeya Müller, Imamin der Liberalen Muslimischen Gemeinde Köln e.V. und Michael Rubinstein, Direktor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Es moderierte Wolfgang Meyer (WDR 5). Coronabedingt fand das Gespräch im Altenberger Dom, ohne Publikum vor Ort statt. Interessierte konnten das Podium per Livestream verfolgen und per SMS Fragen in die Runde schicken. Im Gespräch zeichneten sich mehrfach Gemeinsamkeiten von demokratischer Ordnung und dem erfolgreichen Miteinander der Religionen ab: Notwendig sind Institutionen, Toleranz, Mut zur Demut, Offenheit für das Andere und letztendlich die Ablehnung der Verabsolutierung der eigenen Sichtweise. Das anschließende Nachtgebet machte das Zusammenkommen in Verschiedenheit auf eindrucksvolle Weise erfahrbar: Ein Zusammensein gelingt mit gegenseitigem Respekt für unterschiedliche Zugänge, Traditionen und Deutungen. Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist bei YouTube abrufbar. Direkt-Link: https://www.youtube.com/watch?v=d6BwB0CuFf4